„Zieht Eure Straße fröhlich!“

Sending Service 1

 Anikó Schuetz – Co-opted staff writer (Church of Scotland)

Im Abschlussgottesdienst der 14. Vollversammlung der Konferenz Europäischer Kirchen am 8. Juli 2013 in Budapest hat Bischof Martin Schindehütte, der

Vizepräsident des Kirchenamtes der EKD und Leiter der Hauptabteilung für Ökumene und Auslandsarbeit, die Predigt gehalten.

Er fasste die Kernaufgabe der Kirchen als „unsere Mission in einem sich grundlegend wandelnden Europa“ zusammen; ein Thema, das auch für die gesamte Vollversammlung in dieser Woche von Bedeutung war. Auf der KEK-Vollversammlung  in Budapest wurde eine neue Verfassung diskutiert und angenommen, die die Rolle der KEK in einer sich wandelnden Umwelt neu bestimmen soll.

Bischof Martin Schindehütte erklärte, dass die ChristInnen sich ihre Aufgabe nicht selbst geben, sondern sie durch das Hören auf Gottes Wort und in der Sendung durch ihn erfahren. Er ging in seiner Predigt vor Allem auf die Geschichte vom „Kämmerer aus Äthiopien”, aus der Apostelgeschichte 8, 26 – 39 ein. Der Text beschreibt eine “Mission auf der Durchreise”, eine zufällige Begegnung, die zu Veränderung im Leben des Äthiopiers führt. Er betonte, wie wichtig es sein kann, wenn man – egal auf welcher Lebensreise – jemanden findet, der einem zuhört, Fragen ernst nimmt und eine Antwort wagt.

In seiner Predigt führte Schindehütte aus, dass Gottes Liebe für die Menschheit bedingungslos und unendlich ist, selbst in Zeiten der Trauer und Schwierigkeit. Der Glaube an eine solche Liebe könne die ChristInnen mit Sinn und Hoffnung auf die Zukunft erfüllen. Sie seien dazu berufen, die Nachricht dieser unendlichen Liebe zu teilen und Andere auf ihrem Weg zu begleiten. Dennoch hätten alle ihre ganz eigene Verantwortung und Aufgaben und bräuchten keine ständige Aufsicht über ihren Glauben. Schindehütte sagte, dass es deshalb möglich sei, seinen Glauben einzeln und gemeinsam in der Gemeinschaft der anderen eigenständig Glaubenden – die alle durch die Taufe verbunden sind – zu leben und zu bezeugen, durch Wort und Tat.

Er schloss seine Predigt mit der Aussage, dass der Glaube an Christus wegweisend sein kann, für die gesamte Arbeit in den Kirchen in Europa und der ‘ganzen bewohnten Erde’, der Ökumene und dem Wunsch, jeder möge seine Lebensreise  fröhlich fortsetzen.

 

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