Som jag har berättat i min ledare i höstens nummer av Amos (som du hittar på Helsingborgs pastorats hemsida, med temat Gränsland) blev jag inbjuden att hålla föredrag i Washington D.C. Denna gång (tyvärr bara!) via Zoom, alltså virtuellt med ljud och bild. Runt om i USA befann sig medlemmar ur Deutsche Evangelische Kirchengemeinde in Washington, och här är mitt föredrag: Tid och evighet
Vortrag von Zeit und Ewigkeit.
Erstens, vielen Dank, für die Möglichkeit mit Ihnen in Washington D.C. heute Abend via Zoom zu treffen und zusammen ein bisschen über die grosse existenzielle und dafür auch theologische Fragen zu reflektieren: Zeit und Ewigkeit.
Pfarrer, Herr Doktor Martin Eberle hat mit sehr freie Hände gegeben und mich gleichzeitig rekommendiert mit einer Unterteilung in Themen als Verständnishilfe zu arbeiten.
Mein Vortrag von Zeit und Ewigkeit besteht aus zwei Teilen. Zuerst eine theologische Einführung, in welcher ich mit Unterteilungen arbeiten, und dann eine Meditation, in der ich versuche dieäusserste Dingen (Eschaton) in einem völlig anderen Genre auszudrücken.
Damit unser anschließendes Gespräch, mit Martin Eberle als Moderator, so anregend wie möglich wird und Ihre Fragen einen Raum erhalten, wünsche ich dass wir mit dem konkreten Dialog warten bis wir zum dritten Teil, das Gespräch, kommen.
Fangen wir jetzt an, denn es gibt nicht nur wie der Psalmist sagt (Wochenspruch EKD diese Woche, Psalm 90:12) ein paar Tage, sondern auch nur ein paar Minuten.
Der erste Teil – Einführung
Dieser Teil, der sehr vorläufig und bescheiden ist, hat vier Unterteilungen, und diese sind: 1. Die sprachliche Erfahrung, 2. In Spiel und Trauer leben, 3. Urknalltheorien und das Herz der Theologie, 4. Logoschristologie und Identitätsfragen.
1. Die sprachliche Erfahrung
Haben Sie davon überlegt wie es im Kopf schmeckt diese Begriffen in der anderen Ordnungsreihe zu sagen? Mit anderen Worten,Ewigkeit und Zeit? Ich finde es fast unmöglich und denke das es nicht nur daran liegt dass es sich um einen idiomatischen Ausdruck handelt Zeit und Ewigkeit zu sagen, oder auf unsere Gewohnheit oder den Klangrhythmus.
2. In Spiel und Trauer leben
Was wissen wir eigentlich von Zeit? Von den Philosophen haben wir gelernt Sein und Zeit nicht zu trennen und dass wir in die Zeit geworfen sind.
Als Kinder hatten wir alle Zeit der Welt, als wir sagen hier in Schweden, aber mit dem Verlust von Menchen in unserer Nähe wurde klar, dass das Gegenteil der Fall ist. Und viele von uns haben wahrscheinlich das Gefühl, dass an dem Tag, an dem ein Elternteil starb, sich alles änderte und Zeit und Ewigkeit auseinanderrutschten und die Bedeutung von nie wieder ein Abgrund in uns wurde. Ist es möglich dass so viel, ja manchmal alles in unserem Lebenskript nach diesem Trauma, den Zweck gegeben wird Ablenkung durch Kultur, Film, Horrorunterhaltung, Sport und unbegrenztes körperliches Training, Literatur, übertriebene Sexualitätsfixierung und gefährliche Machtansprüche, Alkohol, und so weiter. Kurzum: Ein hedonistisches Leben, und darin lege ich keinen Wert. (Zumindest versuche nicht.) Es darf eine Selbstprüfung sein, nie en Urteil über andere.
Die religiösen Traditionen bieten uns eine Sprache der Regression und des sozialen Kontextes, die der Symbiose des Kindes mit seiner Mutter oder seinem Vater ähnelt und kompensiert. Wer hat nicht gehört oder gesungen, mit alten Hymnen sowie mit modernen Kirchenliedern, dass wir Kinder Gottes sind und dass wir mit den Engeln tanzen und spielen sollen, ohne Sorgen und Ängste? Ich weiss, dass Dr. Martin Eberle eine Faszination und Wissen für die so genannte Theologie des Kindes hat, und ich hoffe dass wir uns in unserem Gespräch darauf einlassen können. Hier liegt ja ein Offenbarungsschatz.
3. Urknalltheorien und das Herz der Theologie
Es gibt natürlich mehrere Urknalltheorien, aber am interessantesten ist, was sie gemeinsam haben. Im Urknall wurden drei Dinge gleichzeitig geschaffen, um das Schwierige sowohl vereinfacht als auch paradox zu formulieren. Es war fast vierzehn Milliarden Jahre her, dass Materie, Raum und eine Mikrosekunde später Zeit in einem Big Bang, Urknall geschaffen wurden.
Keine Urknalltheorie sagt etwas über eine vor diesem Ereignis aus. Unsere alltägliche Redewendung Zeit und Ewigkeit enspricht somit der Ansicht der Wissenschaft, dass Zeit zuerst und dann Ewigkeit kommt, obwohl sie nicht zeitlich unendlich gedacht ist.
Das andere, was erwähnenswert ist, ist, dass Zeit nicht etwas ist, in Rahmen dessen alles passiert, sondern etwas, das wie andere Dinge dazu kommt. Und die enzigen drei Dinge, die existentieren sind Materie, Raum und Zeit. Und wo, sagen die Wissenschaftlern, einer von diesen ist, gibt es immer beide anderen, was uns direkt zu dem wichtigsten bringt, das Herz, die Trinitätstheologie und die Christologie.
· Die Trinitätstheologie: Drei Personen untrennbar miteinander verbunden im Gott.
· Die Christologie: Zwei Naturen vereint aber nicht gemischt.
4. Logoschristologie und Identitätsfragen
Die kombinierte Kraft der Naturwissenschaften und der Alltagssprache, die Zeit vor der Ewigkeit festzulegen, hat lange und sicherlich zunehmend dazu beigetragt, dass die Logoschristologie, die von Christus vor seinem irdischen Leben spricht, nicht im kirchlichen Kontext gepflegt geworden ist. So suchen wir vielmehr die richtigen Interpretation der Eskatologie in der Zeit und Post-Zeit, die Letztere wird dann mieistens Ewigkeit genannt.
Hier können wir ja im Gespräch reflektieren über ob es eine Spannung zwischen Eschatologie in Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika gibt. Und welche Faktoren unsere ultimative Identität beeinflussen, bauen und stürzten. Vielleicht is die Eschatologie im deutschprachigen Bereich mehr Zukunftsorientiert im Rahmen von schon jetzt – noch nicht, während in den Vereinigten Staaten von Amerika die Eschatologie eher in Richtung eines wie man auf Englisch sagt realized eschatology geht. Welchen Einfluss hat eine solche in Christus verwirklichte Eschatologie dann auf die Vorstellungen vom Gottes Immanens, auf das Hier und Jetzt, und schliesslich auf die nationelle Identität. Zusamenfassend: Wo findet der Himmel statt?
Und wie ein Gebet: Nur die lebenslange und gelebte Antwort kann die Tür zu die Theorie der Apokatastase öffnen.
Der zweite Teil: Meditation – Trauer ist kostbar und schwer zu ertragen
Es ist Nacht in der Welt der Trauer. Das Boot, das lange am Strand gelogen war, ist auf dem Weg zur See. Es wird langsam von der Zeit ausgebracht.
Im Boot sitzt der Mann och die Frau, die trauern, mit Gesicht in eigenen müden Händen. Die von der Unbeweglichkeit kalt sind. Die Zeit entfernt Trauernden von Geliebten. Und deshalb sind wir die trauern angewiesen zu dem Kampf das Gefühl zu bewahren, wie es am Strand war, als das Leben gespielt wurde. Dann wann alles in Ordnung war: Die Familie, Kindern, Eltern, Geschwister, Freunde, Bekannte, Engagement und Arbeitsfreundschaft. Ja, als das Leben noch lebte. Wir halten all dies im Bewusstsein der Trauer, im Raum der Trauer, in uns. Und wir teilen die Erinnerungen mit denen die da waren, und mit den die mit anderen waren. Mit allen, die zuhören und verstehen wollen, ist diese Trauer ein Echo der Liebe, wenn Tag auch Nacht ist.
Das Boot is auf dem Weg raus in die See – wir können nicht mehr zum sonnenbeschienenen Strand zurückkehren, den wir verlassen haben. Die Bedeutung von nie wieder lässt uns den Atem verlieren: Die Zeit vertreibt das Boot, aber nicht nur die Zeit macht dies. Auch alle neue Eindrücke, alles im Alltag, alles Praktisches, das Sprechen und Zuhören treiben das Boot raus in die See.
Kurzum: Der Alltag vertreibt uns vom dem, was einmal war. Seine Offensichtlichkeit, seine Präsenz und seine Intensität mitwirken dazu.
Gleichzeitig ist es eine wahre Erfahrung, die viele von uns teilen, dass die Natur der Trauer ändert sich je weiter wir vom Strand entfernt sind. Weil wir noch mehr von der Breite des Strandes sehen, wenn weiter draussen sind. Wir beginnen kausalen Zusammenhänge och Ganzes zu verstehen und fühlen, die wir, als wir früher und wann wir völlig nahe waren weder sahen noch verstehen konnten. Trauer kann uns daher helfen, ein gesünderes Verständnis des Lebens, unserer Selbst und derer, die wir lieben und arbeiten mit, ja mit der ganzen Welt, zu bekommen. Dies ist ist Dualität der Trauer. Wertvoll und schwer zu tragen.
In der Vergangenheit glaubten sowohl die Wissenschaft als auch die Menschen, dass die Erde flach sei und das Meer an einem Rand enden würde. Und jeder wusste dass die Leute, als sie dort ankamen, direkt ins Nirgendwo fielen. Manchmal fühlt man etwas ähnliches in der Trauer, wenn man sich von denen entfernt, die man liebt. Wenn Erinnerungen und Gefühlen verblassen und abnehmen. Und unvermeidlich auf dem Weg zum schreklichen Ende, wenn das Meer endet, und wir werden in die Dunkelheit fallen. Ja, einige von uns haben noch die Bildern von den Kupferplatten im Gedächtnis. Und auch ohne sie können wir es vor uns sehen, und genau vorstellen, das Sterben und den Tod.
In unserer Zeit wissen sowohl die Wissenschaft als auch der Mensch, dass die Erde nicht flach ist und das der Ozean nicht in einem Abgrund endet. Unsere Erde ist rund. Es fällt uns daher leichter zu hoffen, dass das Meer des Lebens dort endet, wo es begonnen hat. Dass das Meer des Lebens an einem Strand endet, in Gemeinschaft, in Liebe, in der wunderbaren Zeit des Alltags mit offensichtlichen Präsenz und pulsierenden Intensität.
Dieser Strand is Jesus Christus, der ein Feuer im Sand entzündet hat und der die Glut für ewig zum Leuchten bringt, und der uns verspricht:
– Ich bin Alpha und Omega, Anfang und Ende. Ich schliesse den Kreis einmal und mache das nur, wenn alle an Land gekommen sind, auch Du.
So endet das Leben alles am Strand wie einmal das Leben da enststand.
Und Materie, Raum und Zeit werden Heilig Ewigkeit.
Amen